zarti´s diskofamilie


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Vom Anfang bis jetzt

Historie

Am 12.05.1979 war unsere erste Mugge (Musik-gelegenheits-geschäft) im "Kulturhaus Bürgel", heute Schützenhaus, damals noch mit einer Tagesspielerlaubnis vom Rat des Kreises Abteilung Kultur. Zu dieser Zeit hieß unsere mobile Diskothek noch "Metronom". Zur ersten Besetzung gehörten Anett, Jürgen später dann Uwe , ich (Zarti) und unser Fahrer Gerhard. Um überhaupt Musik machen zu können, borgten wir uns unser Equipment überall zusammen, z.Bsp.: einen Vermona Verstärker 600 mit man höre und staune 1x60 Watt Ausgangsleistung, 2 Boxen, 1 Plattenspieler, unseren eigenen Spulentonbändern von Tesla und ZK und ein Mikrofon, welches heute noch als Schwarzwurzel bekannt ist. Unsere Lichtanlage bestand aus abgesägten Ofenrohren mit diversen Glühlampen.

Das erste Transportproblem löste sich durch meines Vaters altes Moped, eine Schwalbe, mit Anhänger. Wir mussten mehrmals fahren und hatten das Gefährt hoffnungslos überladen (ich, Zarti, vorn, Anett mit 2 Koffern auf den Rücksitz und ein vollgeladener Hänger, ich glaube die Reifen haben am Schutzblech geschliffen). So kamen wir mit astronomischen Geschwindigkeiten von ca. 5-8 km/h unserem Auftrittsort näher. Danach folgten einige Moskwitsch und Ladas mit Hänger (natürlich gebrauchte Autos mindestens 15 Jahre alt).
Wir waren mächtig aufgeregt aber es hat riesig Spaß gemacht.
So begann unser langer Weg zum Profi DJ.

Im Laufe der Jahre gab es Höhen und Tiefen aber wir haben nicht aufgegeben. Es gab Schulungen für DJs, damals hieß das noch Schallplattenunterhalter, in denen sehr viel Agitation betrieben wurde, aber auch ein großes Stück handwerkliches Grundwissen vermittelt wurde, wie z. Bsp.: Sprechausbildung, persönliche Präsentation, Körpersprache, Musiktheorie oder Musikdramaturgie.
Und dann gab es da noch die so genannten Einstufungen, dort wurde durch den Rat des Kreises an Hand einer Beispielveranstaltung festgelegt wie hoch deine Qualifizierung war und wie viel Geld man nehmen durfte, das waren z. Bsp.: 1988 schon in der "Oberstufe" 8,50 M (Ost) pro Stunde. Bei diesen Einstufungen gab es immer ganz spezielle Programme, die nur für diesen speziellen Tag zusammengebastelt und einstudiert wurden und bei denen auch die Musikzusammenstellung nach einem ganz besonderen Prozentsatz präsentiert wurde. Es war darauf zu achten, dass mindestens 60 % der gespielten Musik aus der DDR oder aus dem sozialistischen Ausland war.

Liebe Leute, das war nicht ganz einfach, denn der größte Teil dieser Musik war nicht so gut zum Tanzen geeignet. Denn es gab nur ganz wenige gut tanzbare Osttitel wie Kling, Klang von Keimzeit oder Jugendliebe von Elefant.
Aber ich nehme an, dass wir uns nicht ganz doof angestellt haben, da wir im Laufe der Jahre mehrfach die Auszeichnung " Hervorragendes Volkskunstkollektiv" erhielten und 2 mal als beste Diskothek des Bezirkes Gera zur "Zentralen Leistungsschau" nach Karl Marx Stadt oder Gera fahren durften.
Mit den ersten Einstufungen wurden wir auch zum größten Heimwerker- und Bastelverein Ostdeutschlands, denn die Ansprüche an unsere Technik und Lichtshow stiegen immer mehr.

So wurden im Laufe der Zeit mehrere Generationen von Lautsprecherboxen gebaut, die dazu gehörenden Lautsprecher hat man sich auf sehr abenteuerlichen Wegen aus der gesamten DDR beschafft. Mit etwas harter Währung konnte man sich auch Kassettenplayer aus dem Westen beschaffen und war mit diesen Teilen der unumstrittene King in der Diskoszene. Die Lichtanlage aus anfänglichen Ofenrohrteilen und Handbedienung mutierte im Laufe der Zeit auch zur vollelektronischen Lichtshow. Aber auch unsere Mischpulte und Endstufen waren Marke Eigenbau. Diese ganzen technischen Hürden, die wir überwinden mussten änderten sich schlagartig mit der Wende als es nun für Geld alles zu kaufen gab was das Herz begehrt. Aus den Spulentonbändern wurden Kassettendecks aus den Kassettendecks wurden CD-Player. So begann das gesamtdeutsche technische Zeitalter. Die Wochenveranstaltungen wurden weniger, die Wochenendveranstaltungen dafür um so länger und es macht immer noch Spaß für Euch unterwegs zu sein.

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